… no random thought!….

Nachweihnachtlicher vorsätzlich bewusster thought..

vielleicht der bewussteste den ich je veröffentlicht habe… er verbindet den gelöschten und den neuen Blog. Ist verständlich und doch anders. Soll ins neue Jahr tragen. Soll den Puls beschleunigen und leben!

„Schönes Wetter“

Dies flache weite Blau ist nicht mein Meer;

Hier liegt im Sonnenglanz ein süsses Nass,

Das dieser Küste gut markierte Wehr

Mit leisem Kräuseln wäscht ohn Unterlass.

Mein Meer ist’s nicht, das demutsvoll bespült

Den glitzrig warmen Sand, den Strand so plan.

Ich brauche Wellen, stärker aufgewühlt;

Man hasst die Flaute, kennt man den Orkan.

Drum stürz die Liebe wieder über mich

Mit tausend Brechern tosend wild herein,

So Grausam jäh, wie sie einst kam und wich;

Mit Donnerbraus nah ihrer Fluten Pein

Und lass bei Ebbe dann im Herz zurück

Nur Algen und vom Wrack ein Splitterstück.

Dorothy Parker

(Veröffentlicht in einem grossartigen Gedichtband beim Dörlemann Verlag)

Ruggedkitchen am „kleinen“ Meer

Fast 28 Jahre ist es her, jugendlichem Leichtsinn, oder Abenteuerdrang zu schulden mit mehr, oder weniger gutem Ausgang, da schwing ich mich auf ein Fahrrad, mühsam erspart, erkämpft in wochenlanger Arbeit in einer Autowerkstatt. Die Erinnerung an die Reise möglicherweise milder und weichgezeichet. Eine mühsame Reise der Sehnsucht folgend nach Süden (immer und immer wieder, schon damals), doch immer noch nicht ganz angekommen.. die Insel der Sehnsucht gefunden, aber dies ist eine andere Geschichte. So möchte ich in Anlehnung an damalige Erlebnisse, mit der Ruggedkitchen auf anderem Nivo als Campingkocher, Tribut zahlen der Landschaft und der Küche, den einfachen Menschen am Wegesrand.
Dem Wind, welcher über zerklüftete, karstige Hügel und Felsen strich und im Mistral endete, der angeblich als Entschuldigung für alles gilt und dem Duft, Geruch, welcher ihm folgt in die kleinen Natursteinhäuser, die mit ihren freundlichen Bewohnern mich bewirteten. Die Provence, mein Ziel für die Küchenreise. Die mediterrane Küche mit ihrer einfachen, ehrlichen Art, in der alle Zutaten für sich sprechen.
Alle davon erzählen ihre eigene Geschichte von Arbeit, Sonne und Zeit.
Die nehme ich mir und geniesse das kochen und den Genuss als solches auch.
Im Ohr das Zirpen der Grillen, den Geruch der Pinienwälder und der Wellenschlag in den Calanques.
Tricolore Française, mit blauen Kartoffeln einem Weissfisch (Merlan), filetiert und gefüllt mit Fenchel, Tomaten Oliven und Kräutern.
Währenddessen ein guter Schluck eines fast in Vergessenheit geratenen Aperitifs, namens Byrrh (rot).

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Mehr vom Meer gesucht…

Mehr vom Meer gesucht und gefunden. Weil die Ruggedkitchen in der Meersucht nach mehr sucht gibts den Geschmack von Salzwasser und den wilden Küsten des Atlantik pur auf den Teller. Diesmal in Form von Dorade aus dem Ofen, gefüllt mit Thymian, Zitrone und Knoblauch (mehr braucht es nicht). Und einer Algenbutter, schaumig geschlagen aus Rahm, Zitronenschale, Koriander und natürlich eben Algen, das gibt den extra Kick Meer 😉
Erdäpfel auch nicht grad vom Baum gefallen, und herrlich duftende Paradiesäpfel in sommerlichem Rot freuen sich mindestens so wie ich darüber.
Das Zitronige und salzige auf der Zunge vereint bringt mehr von Meersucht und Sehnsucht nach dem knirschen von Sand zwischen den Zehen und Vorfreude auf Ruggedkitchen auf dem Weg nach Süden… dem Sehnsuchtssüden entgegen

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Sehnsuchtssüden in der Küche

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Dort, im Süden der Sehnsucht sind sie, die
schattigen Gassen, das Sonnenlicht ausschliessend um die Hitze des Tages zu vermeiden. Und auch die Häuser mit ihren dicken Mauern, die durch Wäscheleinen verbunden, gefüllt mit gebleichten Laken und gestärkten Hemden aneinander festhalten.
Unter geduckten Dächern alter Schindeln und Steine münden münden die Gassen in offenen Plätze mit Brunnen aus denen kühles Nass sprudelt.
In den Hauswänden kleine Nieschen mit Schutzpatronen und Blumen, sowohl dankend, als auch bittend.
Die Farben eher erdig und einfach gehalten. Keine aufmerksamkeitsheischenden bunten Töne. Es ist ein kleiner ruhiger Ort, umgeben von krustig, salziger Erde an der Küste an dem dies alles spielt. Sie erzählen von schwieliger Hände Arbeit und von Herzlichkeit, vom langsamen zur Ruhe kommen im Einfachen.
Etruskische Fresken runden das Bild ab und erzählen von seefahrenden Völkern, Fischern und Bauern, die von ihren Reisen Gewürze und Samen mitbrachten, welche in ihrer Vielfalt diese herrliche Grundlage der mediterranen Küche bieten. Kulturen und grenzüberschreitende Einigkeit die so harmonisch ist, dass es auch sonst so sein sollte.
Vielleicht brachten sie die Hülsenfrüchte mit, Linsen, die ihre Verbreitung im Mittelmeerraum haben und perfekt passen zum Mönchsbart, der sich als Salzgewächs (schnell blanchiert)perfekt kombinieren lässt mit Wiesenspargel (kurz angebraten) und Bohnen. Tomaten am Stängel gebacken geben noch mehr Sonne mit hinein. Und noch ein paar Gemüse mehr, wie Fenchel und Staudensellerie den richtigen Biss 😉
Um der Augenweide und dem Gaumen noch ein wenig mehr Freude zu machen Walnusskerne und Granatäpfelkerne.
Beinahe hätt ichs vergessen … das Meer das unter dem azurblauem Himmel ruht schenkt noch ein paar Garnelen.
Schöner kann der Sehnsuchtssüden kaum sein.

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Fishing Rainbows

An Tagen an den der Himmel dem Sommer nachweint muss es einfach sein, irgendwo in den Tropfen ist ein Regenbogen versteckt. Man muss ihn nur finden .. Entdecken können.
Fishing Rainbows!
Pulled Pork ist so irgendwie gar nicht meins, also gibt’s Fisch im Regenbogensalat. Wolfsbarsch im Ofen gemacht und mal ehrlich, was kann es herrlicheeres geben, als diesen wie am Strand mit den Fingern zu essen .. Ok kein Strand .. Kein Urlaub .. Aber der Fisch ist da und der Regenbogen auch (irgendwo da draussen) . Der Salat aus Rucola, Chicorée, Karotten, Stangensellerie, gelben Randen, Okras, Frühlingszwiebeln, Fenchel .. Schnell geschehen .. Und das einfachste aber beste Dressing der Welt aus Zitronensaft und Olivenöl lockt den Regenbogen, bis die Sonne wieder scheint.

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Sommer to glow

Der Sommer bäumt sich schwer aus dem Asphalt seufzend noch einmal auf. In den Wiesen Zirpen die Grillen, Nachtfalter schwärmen aus. Die letzten Strahlen der Sonne sind hinter den Dächern verblichen und glühen dennoch nach. Es braucht noch keinen Hoody um draussen zu sitzen und das Wochenende im Kerzenschein zu begrüssen .
So, wie die letzten Strahlen glühen, gibt es Food to glow. Im Ohr den Song von Donavon Frankenreiter „glow“
Und auf dem Teller ne wilde Mischung aus Sommer und dem nahenden Herbst .
Ein lauwarmer Salat aus Randenspaghetti, Radieschen, herrlich aromatischen Balkontomaten, in Streifen gehobelte Gurke, ein wenig Fenchel, Avocado, frischer Dill, gezupfter Lachs, kleine Kartoffeln, noch bissest gegart und eine Handvoll Walnüsse darüber gestreut. Das Ganze noch mit Olivenöl und Apfelessig beträufelt… Wenn das nicht ein Lächeln zaubert und den Abend zum Genuss macht …;)

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